Alex Hofmann: Katalonien-Zusammenfassung

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Der Grand Prix von Katalonien am Sonntag war nicht das aufregendste MotoGP-Rennen, das es in letzter Zeit gegeben hat, aber das Wetter sorgte doch bis zum Ende für etwas Spannung.

Größtenteils passierte wirklich nicht viel, vielleicht rührte sich ab und zu mal etwas eine Zehntelsekunde lang, aber der drohende Regen hielt die Dinge wenigstens in Bewegung.

Es ist schade, dass es über der Rennstrecke von Katalonien zu keinem Wolkenbruch kam, denn Valentino Rossi, der für den PUMA-Partner Ducati fährt, kam in der morgendlichen Aufwärmrunde in strömendem Regen als Zweiter über die Ziellinie. Ich hatte den Eindruck, dass Valentino während des Rennens auf Regen hoffte, der ihm dabei hätte helfen können, die Spitze einzuholen.

Von der Startposition sieben kam er schnell auf eine vierte Position im Rennen, aber er war einfach nicht schnell genug, um diesen Platz zu halten, und geriet in die Fänge von Andrea Doviziosos Honda. Die zwei legten einen guten Kampf hin und wehrten Marco Simonelli ab, der auf der Pole-Position gestartet war und das ganze Wochenende damit beschäftigt war, sich außerhalb des Rennens zu verteidigen: Ihm wird vorgeworfen, den Unfall in Frankreich vor zwei Wochen, bei dem der Spanier Dani Pedrosa aus seinem heimischen Grand Prix ausscheiden musste, durch gefährliche Fahrmanöver ausgelöst zu haben.

Vor dem Trio dominierte Casey Stoner ganz klar das Rennen. Der Honda-Fahrer, der 2007 den Weltmeistertitel für Ducati holte, startete von Position zwei, führte das Feld bereits in Kurve 1 und wurde danach nicht mehr überholt. Dabei verringerte der Australier seinen Punkteabstand zum Titelverteidiger Jorge Lorenzo von Yamaha, der zuhause als Zweiter durchs Ziel kam. Dritter wurde Lorenzos Teamkollege Ben Spies, der hinter den zwei führenden Fahrern ein konstantes Rennen fuhr und weder herausgefordert wurde noch jemanden herausforderte.

Nicky Hayden, auf der zweiten Ducati, legte ebenfalls einen guten Start hin und erreichte den fünften Platz nach einer Startposition acht, aber ihm fehlte es ebenfalls an Schnelligkeit. Nicky ist ein sehr talentierter Fahrer, was er durch seine Weltmeisterschaft 2006 unter Beweis stellte, aber in letzter Zeit lief es einfach nicht gut für ihn, und ich würde gerne sehen, dass er seine Saison in den Griff bekommt.

Nach fünf Rennen hat Jorge 98 Punkte vor Casey mit 91, gefolgt von Andrea (63) und Dani (61), mit Valentino auf dem fünften Platz mit 58. Es scheint mir, als würden Casey und Jorge den Kampf bis zum Ende austragen, aber es bleibt noch viel Zeit und 13 weitere Rennen stehen noch an.

Ducati hat intensiv an der Entwicklung des Motors und des Fahrgestells der GP11 gearbeitet, und es hat sich gelohnt. Der überarbeitete Motor hat eine schwerere Kurbelwelle und Schwungrad, so dass das Motorrad mehr Griff hat und leichter zu fahren ist. Das sollte in Silverstone hilfreich sein, denn dorthin geht es jetzt für den britischen Grand Prix nächsten Sonntag.

Ich denke, es wird ein gutes Rennen für Ducati, besonders weil die Fahrer aufgrund des geänderten Streckenverlaufs wenige Informationen zur Verfügung haben. Hier wird den beiden Ducati-Weltmeistern ihre Erfahrung von Nutzen sein. Ich habe außerdem gehört, dass Valentino die Strecke mit einem schweren Straßenmotorrad getestet hat, um sich auf den Grand Prix vorzubereiten, also wird er sich mit den Veränderungen auskennen.

Aber denken wir auch mal an die Teams: Sie müssen alle Zelte in Barcelona abbrechen, alles einpacken, es mit dem Lastwagen 1400 Kilometer nach Silverstone transportieren, wo alles bis Donnerstag fix und fertig sein muss. Das ist eine ebenso große Herausforderung wie der Sieg des Grand Prix ...

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