Es war ein toller, selten zuvor gesehener Start, der ein ein gutes Rennen versprach, das geografisch nahe seiner Heimat lag, wenn es auch nicht der Italienische Grand Prix war. Das Rennen wird ja in Mugello in der Nähe von Florenz ausgetragen. In diesem Rennen fuhr er von Platz 11 der Startaufstellung nach einem nervenaufreibenden Qualifying am Samstag auf den siebten Platz, nachdem er in Kurve 2 der Eröffnungsrunde schon an fünfter Stelle lag.
Ein unerwarteter, kurzer und heftiger Regenschauer kurz vor dem Start hielt viele Fahrer im Feld ein wenig „zurück“, aber der amtierende Weltmeister Jorge Lorenzo, der in diesem wichtigen Rennen seine Titelverteidigung von Platz zwei aus startete, und Valentino waren sicherlich nicht unter den Nachzüglern und der Yamaha-Fahrer ergatterte sich die Führung, die er die gesamten 28 Runden lang hielt.
Er fuhr bemerkenswert und verkürzte den Vorsprung des Führenden in der Weltmeisterschaft Casey Stoner, der von der Pole-Position aus startete, auf nur 35 Punkte über die verbleibenden fünf Rennen. Caseys Hoffnungen auf einen reibungslosen Verlauf bis zum Ende der Saison wurden vom Honda-Teamkollegen Dani Pedrosca zunichte gemacht, der an ihm vorbei auf den zweiten Platz fuhr und Jorge wird weiterhin hoffen, dass die beiden Honda-Fahrer sich gegenseitig wertvolle Punkte abnehmen, während er an ihnen vorbeizieht.
Am Ende sagte Casey, dass er sich während des Rennens körperlich durch den Jet-Lag erschöpft fühlte, nachdem er vom Rennen in Indianapolis letzten Sonntag erst am Mittwoch eintraf. Ich glaube, das sagt viel aus wir hatten in dieser Saison mehrere amerikanische/europäische Rennen hintereinander, und die Reisen fordern von jedem im Fahrerlager ihren Preis.
An diesem Wochenende konnte man das gut beobachten und für mich war es noch ermüdender als für die Anderen: Meine Freundin Romina ist Italienerin und wir entschieden uns, mit dem Wohnmobil nach Mugello zu fahren und unseren achteinhalb Monate alten Sohn Travis, benannt nach Travis Pastrana, dem Motocross Weltmeister und Stuntdarsteller, den wir an einem Abend trafen, vorzustellen. An Schlaf war da natürlich nicht zu denken!
Aber zurück zu Valentino und seinem Ducati-Teamkollegen Nicky Hayden: Als es zu Beginn regnete hoffte ich, dass es nass bleiben würde, damit Valentino eine Chance hat, am Rest dranzubleiben und vielleicht sogar einen Überraschungssieg einzufahren. Aber der Regen hörte so schnell auf wie er begonnen hatte und Valentino mußte sich auf einen langen Nachmittag einstellen, obwohl er dabei aussah, als ob es ihm Spaß machte und die einheimischen Zuschauer sowieso nur Augen für einen Fahrer hatten.
Nicky dagegen hatte einen kurzen Tag. Diese Strecke lag dem Weltmeister von 2006 noch nie und dieses Mal verlor er die Front von seinem Motorrad in Runde 2, was seinen Tag beendete. So was passiert im Rennsport, da muss man nicht lange herumreden, sondern sich seinen Fehler eingestehen und sich für seinen Patzer beim Team und seinen Fans entschuldigen.
Als nächstes machen wir uns auf den Weg nach Aragon in Mittelspanien, bevor wir nach Japan, Australien und Malaysia für die drei Überseerennen in drei Wochen fliegen. Noch mehr Reiseerschöpfung, aber ich liebe es trotzdem!
Kommentare
Sag deine Meinung 4Yancy
Von Dag nabibt good stuff you whippersnappers!Bunny
Von Oh yeah, fbauluos stuff there you!Teuku
Von Ich habe bieshr die ganze Reihe gelesen. Ich warne Dich vor dem Ende von Teil 3! Dafür muss ein neues Wort erfunden werden, weil “Cliffhanger” zu gering dafür ist. Ich wollte eigentlich warten, bis Teil 4 kommt, aber nun habe ich es nicht mehrRuvell
Von It's always a pleasure to hear from smooene with expertise.