Für Valentino fing es schon beim Qualifying nicht gut an: Er wurde Dreizehnter, 3,3 Sekunden fehlten und obwohl er die Strecke nicht kannte – er hatte das Rennen im letzten Jahr wegen seines gebrochenen Beins verpasst – hätte ein Fahrer mit seinem Talent und seiner Erfahrung besser abschneiden müssen, selbst wenn man dafür ein Auge zudrückt.
Dann krachte es in der Einführungsrunde. Es hatte das ganze Wochenende über stark geregnet, aber damit mussten schließlich alle klarkommen. Der Unfall bewies, wie unwohl er sich unter diesen Bedingungen fühlte. Valentino arbeitete in dem Rennen hart für seinen sechsten Platz, aber er hatte auch ziemliches Glück, dass viele Fahrer nicht bis ins Ziel kamen; dadurch konnte er aufholen.
Ich denke, mit diesem Ergebnis ist er mit einem blauen Auge davongekommen, denn er hätte wesentlich weiter unten landen können, allerdings hätte es eigentlich besser laufen müssen. Doch Valentino ist zu sich selbst und der Welt sehr ehrlich, also war es keine Überraschung, als er einen Teil der Schuld auf sich nahm. Er erklärte, er selbst, das Motorrad und das Team wären gleichermaßen für das Ergebnis verantwortlich.
Nickys Auftritt machte die Sache für Valentino wahrscheinlich noch schlimmer. Der vierte Platz war eine gute Leistung und Nicky lieferte sich ein großartiges Rennen mit Colin Edwards um den letzten Platz auf dem Treppchen. Nicky bewies, dass es keine grundlegenden Probleme mit dem GP11 gibt, vor allem nicht bei wechselhaftem Wetter, indem er die schnellste Runde des Rennens fuhr.
Das Ergebnis wirkt sich sicherlich gut auf Nickys Selbstbewusstsein aus. Letzte Woche, nach dem Rennen in Barcelona, habe ich gesagt, ich könne kaum erwarten, dass er in dieser Saison den Wind dreht; das ist heute passiert.
Neben all der Enttäuschung über Valentinos Wochenende und der Aufregung über Nickys tollen Auftritt, kann man leicht die fantastische Leistung von Casey Stoner übersehen, der sich den vierten Sieg der Saison von sechs Rennen für Honda holte. Er führt jetzt die Meisterschaft an, da Jorge Lorenzo raus ist. Bis jetzt gab es also je ein Ausscheiden an vorderster Front in dieser Saison und es scheint, als ob der Kampf um den Sieg zwischen ihnen stattfinden wird, da Dani Petrosa ein weiteres Rennen aufgrund seiner gebrochenen Schulter verpasst hat.
In zwei Wochen geht es nach Assen in den Niederlanden, einer Strecke auf der sich Valentino erfahrungsgemäß gut schlägt. Ich weiß, er liebt diesen Ort und hat eine gute Kurvenlage, aber, wie in Silverstone auch, bleibt das Wetter ein großes Fragezeichen: Es wird entweder schön sonnig oder furchtbar nass.
Aber erst einmal testet das Team in Mugello. Als ich aus Silverstone abreiste, feilten sie immer noch am genauen Programm, aber ich weiß, dass die Testfahrer das Fahren übernehmen, während sich Valentino auf die GP12 für nächstes Jahr konzentriert. Die neuen Vorschriften erlauben 1000-cc-Motorräder, also muss Ducati sowohl die GP11 in diesem Jahr weiterentwickeln, als auch das neue Bike fertig bekommen, das in vielen Bereichen völlig anders ist.
Beides gleichzeitig zu schaffen ist keine leichte Aufgabe, aber MotoGP soll ja auch nicht leicht sein.
Kommentare
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Von Thanks for the great info dog I owe you bggiity.