Wie aufgekratzt war Michael Schumacher, nachdem er sich als Vierter für das erste Rennen der Saison qualifizierte? Das war die beste Position im Qualifiying, seit der siebenmalige Weltmeister 2010 bei MERCEDES AMG PETRONAS zur Formel zurückgekehrt ist.
Dies reichte für die Schumi-Fans überall auf der Welt to „feel like dancing", was gut passte, da sich Leo Sayer – der Popstar hinter dem gleichnamigen Song – heute im Formel-1-Fahrerlager aufhielt. Leo ist Engländer, aber er liebt das Leben Down Under und er wurde 2009 in Australien eingebürgert. Er hat alle 17 australischen Grands Prix-Rennen im Albert Park besucht.
Schumi hat zuletzt 2004 im Albert Park gewonnen, als er noch für Ferrari fuhr. Während weder Fernando Alonso noch Felipe Massa es beim Qualifying heute Nachmittag unter die Top 10 schafften, lag die Scuderia den Menschen sehr auf der Seele.
Ferrari feiert in diesem Jahr 60 Jahre in Australien und zu diesem Zweck gab es heute morgen eine Prozession von 60 zeitlos schönen Ferraris. Marc Gene, der Ferrari-Testfahrer führte den Konvoi um den Albert Park in einem 458-er Spider an und alle fuhren bemerkenswert vernünftig. Warum? Da waren mehr als 40 Millionen Euro unterwegs, und sie sollten alle heil bleiben.
Alonso nahm an der Parade nicht teil, weil er vor den Gästen im Paddock Club die strukturelle Stabilität des 458-er Spiders lobte. Und das zu Recht: Der Spider wurde am Mittwoch in Melbourne vorgestellt.
Fernando konnte auf seinem neuem Twitter-Feed viel über Ferraris Jubiläum Down Under berichten. Ja, der zweifache Weltmeister ist unter die Twitter gegangen. Er schloss sich vor drei Tagen der „Twittersphere" an (@alo_oficial) und es folgen ihm bereits 158.000 Anhänger!
Ein weiterer großer Tweeter ist Heikki Kovalainen (@h_kovalainen, 128,000 Follower). Es vergeht kaum ein Tag ohne ein Tweet des Caterham-Stars und er widmet seinem neuen persönlichen Sponsor. Angry Birds, sehr viel „Twittersphere"-Zeit.
„Als Finne," sagt Heikki, „macht es mich glücklich, eine finnisches Unternehmen auf einer globalen Plattform zu unterstützen. Und am wichtigsten: Ich bin ein riesengroßer Angry Birds-Fan!"
Heute Nachmittag waren viele „angry Birds" und Jungs am Eingang zum Fahrerlager, als ein anderer Finne, Kimi Raikonnen nicht einmal für ein einziges Autogramm anhalten konnte. Der Schule entwachsen, oder einfach despektierlich gegenüber den Fans?
„Ich war zu spät", sagte Kimi.